Podblogvlog Info abhaengig – subjektiv – polemisch

7Feb/100

100 Tage Schwarz-Gelb (Liebling, ich hab’ mich verwaehlt!)

von Christopher Gordjy

100 Tage ist die Wunschkoalition der Kanzlerin, die Koalition der bürgerlichen Mitte aus CDU/CSU und FDP nun im Amt – ja es sind tatsächlich erst 100 Tage, auch wenn es Angies Truppe schon auf mehr Negativschlagzeilen gebracht hat als die Regierungen Schröders in sieben Jahren.

Traditionell ist dies der Zeitpunkt an dem eine erste Bilanz gezogen wird, also: Auf ans Werk!!!

Angela Merkel (CDU, Bundeskanzlerin):

Alles beim Alten was unsere Angie betrifft! Fehlerlos bei internationalen Auftritten, die geliebten weißen Knöpfe sind geblieben und alles, was innerhalb unserer Staatsgrenzen geschieht, wird erst einmal wahlweise vertagt oder ausgesessen. Blöd nur, dass ihr plötzlich die kompetenten Minister der letzten Legislaturperiode abhanden gekommen sind. Sowas aber auch…

Guido Westerwelle (FDP, Außenminister und Vizekanzler)

Ein Mann mit klarem Konzept, der zu seinem Wort steht. Schließlich hat er uns doch versprochen, dass es keine Truppenaufstockung in Afghanistan geben wird, und die 850 zusätzlichen Soldaten fallen da doch kaum ins Gewicht. Schließlich werden die ja auch schon 2011 wieder abgezogen. Noch Fragen… Ansonsten ist er ja hauptsächlich damit beschäftigt, Erika Steinbach aus dem Stiftungsrat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ fernzuhalten. Gut dass es in unserer friedvollen Welt keine größeren Probleme gibt…

Wolfgang Schäuble (CDU, Finanzminister)

Bislang der Miesmacher in der CDU. Immer wenn ein Minister eine tolle Idee hat, wie man die Staatsfinanzen zum Wohle einiger kleiner unwichtiger Gewerbe (z.B. Hotels) auf den Kopf hauen könnte, kommt er dahergerollt und verkündet, es sei gar kein Geld da! Welch eine Überraschung. Mal sehen, wann ihm auch mal die Steuersenkungsfanatiker in Bayern zuhören. Ach so, ein bisschen Geld hat Schäuble dann doch noch auftreiben können: 2,5 Mio. € zum Kauf gestohlener Steuerdaten aus der Schweiz. Immerhin soll das dem deutschen Staat bis zu 400 Mio. Euro bringen. Mal schauen, wem die dann in den Rachen gestopft werden. Ich persönlich finde, man sollte den Wehrsold für Grundwehrdienstleistende anheben…

Thomas de Maiziere (CDU, Innenminister)

Gibt ein wenig den Anti-Schäuble: nicht medienwirksam und daher auch kaum kritikwürdig.

Karl Theodor zu Guttenberg (CSU, Verteidigungsminister)

Trat das schwere Erbe des inkompetenten Franz-Josef Jung an…und schaffte es tatsächlich noch eine Spitze an schlechter Außendarstellung draufzusetzen: Erst erklärte er den Luftschlag von Kunduz als eine militärisch angemessene Aktion von Oberst Georg Klein, dann erfuhr er durch die Bild-Zeitung (das Wahlkampforgan der Union) von einem geheimen Bericht, musste danach seine Einschätzung korrigieren, suchte sich als Sündenbock den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan und den Staatssekretär Peter Wichert aus und entließ beide. Und unsere MG’s sind immer noch Baujahr 1946, aber da hat man ja dann wieder kein Geld für…

Ursula von der Leyen (CDU, Arbeitsministerin)

Verwaltet jetzt den größten Etat im deutschen Haushalt und tut das auffällig unauffällig. Immerhin lässt sie jetzt endlich mal die Finger von unseren Grundrechten…

Rainer Brüderle (FDP, Wirtschaftsminister)

Erregte einmal kurz Aufmerksamkeit, als er eine Zusammenlegung der Landesbanken forderte. Ansonsten hatte man den Eindruck, er würde in einem Mövenpick-Hotel Urlaub machen…natürlich zum ermäßigten Steuersatz…

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP, Justizministerin)

Sie macht immer noch Opposition…jetzt in der Regierung, nur dass ihr jetzt keiner mehr zuhört. Aus meiner Sicht die letzte Aufrichtige in der FDP! Kämpfen Sie weiter!

Phillip Rösler (FDP, Gesundheitsminister)

Für mich DIE tragische Figur der Regierung, weil machtlos gegen die Lobby der privaten und gesetzlichen Krankenkassen. Es bewahrheitet sich immer wieder: Wenn man einen Politiker ins Abseits stellen will, macht man ihn zum Gesundheitsminister…

Kristina Köhler (CDU, Familienmisterin)

Aus dem Nichts geholt, einige sehr positive Artikel in der BILD bekommen, dann aber von ebenjener Zeitung bezüglich ihrer Dissertation angegriffen worden…und fachlich? Nicht wirklich existent.

Peter Ramsauer (CSU, Verkehrsminister)

Lauschte im Bundestag kürzlich völlig uninteressiert der Debatte zur Verkehrspolitik (ich hatte an dem Vormittag nichts zu tun, darum konnte ich es mir bei Phoenix anschauen). Ansonsten bislang genauso blass wie in seiner Zeit als Landesgruppenchef…

Norbert Röttgen (CDU, Umweltminister)

Ich sag nur zwei Dinge: Atommülllager Asse und Klimakonferenz von Kopenhagen. Noch Fragen?

Und dann waren da ja auch noch:

Ilse Aigner (CSU, Agrarministerin), Anette Schavan (CDU, Bildungsministerin), Dirk Niebel (FDP, Entwicklungshilfeminister) und Ronald Pofalla (CDU, Kanzleramtschef)

Vier Menschen, von denen keiner so wirklich weiß, ob und wenn ja wie und warum sie unsere Steuergelder verschwenden. Liegt bei den beiden Damen wohl eher an der Person, bei den beiden eigentlich so mitteilungsfreudigen Herren eher am Amt. Naja mir fehlen ihre hohlen Kommentare nicht…

Zusammenfassend: 100 Tage sind vergangen, seit die neue Regierung im Amt ist. Probleme hat sie aber gesammelt, als wären es schon acht Jahre. Und da muss man die Wirtschaftskrise nicht einmal mit einbeziehen. Für alle CDU- und FDP-Wähler nochmal zusammengefasst: Da hätten wir den aberwitzigen Streit um Erika Steinbach (ich glaube seit Günther Guillaume hat kein einzelner Mensch mehr soviel Wind in eine Regierung gebracht), die Lügen des Arbeitsministers Franz-Josef Jung (samt dessen Rücktritt), das Hin-und-Her-und-Vor-oder-Zurück-Programm von Karl-Theodor zu Guttenberg (samt Vorladung in den Untersuchungsausschuss), den Ärger um die gesetzlichen Krankenkassen, das Scheitern der Klima-Konferenz von Kopenhagen, die Truppensteller-Konferenz von London, das Nichtvorhandensein jeglicher liberaler bürgerrechtlicher Forderungen im Koalitionsvertrag, das Atommülllager Asse und der Wandel der FDP vom Schaf einer Sozialpartei zum Wolf einer fast unverschämt offenen Klientelpartei. Und nicht zu vergessen: Diese ständigen Störfeuer eines inkompetenten Ministerpräsidenten in einem südöstlichen Bundesland und seines unwichtigen Generalsekretärs.

Wo wir gerade bei inkompetenten Ministerpräsidenten sind: An dieser Stelle muss ich noch ein paar Worte über den designierten deutschen EU-Kommissar, Günter Oettinger, verlieren. Wenn man einmal außer Acht lässt, dass dieser Mann (den wir übrigens unserer Bundesmutti Angie zu verdanken haben), uns Deutsche wieder mal als ein Volk völlig verblödeter unfähiger Deppen dastehen lässt, war es eine der besten Stand-up-Comedy-Veranstaltungen, die ich je gesehen habe…Leider lässt sich sowas nicht leicht ausblenden.

„We are all sitting in the same boat“; in diesem Sinne:

Auf Wiedersehen

veröffentlicht unter: Politik keine Kommentare
29Jan/101

Podcast ‘010 – Episode 1

In der ersten Folge der 2010er Ausgabe des Podblogvlog Info Podcasts redet Sebastian Klemm-Lorenz über Bild.de und das Verhältnis der Seite zu Sex und die damit verbundenen Probleme.

veröffentlicht unter: Podcast 1 Kommentar
5Jan/100

Sophies Diensttag: Das (k)einmalige „Nichts“

von Sebastian Klemm-Lorenz

Niemand kennt es und doch wissen alle davon. Das Nichts. Wie es unser Leben beeinflusst; niemand konnte es bisher schaffen, denn wo Menschen tätig werden ist immer etwas da. Es ist für uns eine Nummer zu groß – oder besser: eine Nummer zu klein. Denn alles kann unendlich oft zerkleinert werden: Zahlen, Skulpturen, politische Ideen - aber nicht das Nichts.

Könnten wir es betrachten, wir würden uns nichtig fühlen; denn es ist nicht hässlich und auch nicht schön aber etwas besonderes, weil es das einzige kann was wir Menschen niemals könnten: Nichtig sein. Für das Nichts spielt Größe keine Rolle; denn es sucht keine Beachtung. Hätte es diese, es würde seine Existenz – oder besser seine nichtige Existenz – verlieren. Und es würde was – etwas, dass seiner eigene Herkunft widerspräche.

Selbst wenn Menschen sterben dann werden sie niemals ins Nichts übergehen. Auch ohne Glauben existieren sie weiter – in Gedanken. Und Gedanken können jede Form haben: Bilder, Stimmen und manchmal auch Düfte aber niemals: Nichts.

Ich kann das Nichts unmöglich beschreiben. Und das macht es zu einem Kunstwerk das niemals geschaffen wurde und niemals geschaffen werden kann. Ich kann es nur umschreiben; alles was um das Nichts herum existiert definiert es. Und so kann es nur durch sein Gegenteil beschrieben werden. Das Sein. Auch das ist ein Kunstwerk. Aber das Sein, das gibt es schon; ewig.

veröffentlicht unter: Sophie, hat Diensttag keine Kommentare
21Dez/090

Pilotfolge des Videopodcasts

veröffentlicht unter: Podcast, Politik keine Kommentare
14Dez/090

Online-Partnerboersen – eine Kurzanleitung

von Sebastian Klemm-Lorenz

Ich war noch nie ein großer Freund von Onlinedating-Börsen. Einmal im Jahr tue ich mir allerdings den Selbstversuch an und durchforste die Singlebörsen dieser virtuellen Welt um zu sehen, ob ich meine eigene Position dazu nocheinmal überdenken sollte. Aber was ich immer wieder zu lesen bekomme raubt mir den Schlaf.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden einen kurzen Guide zum Umgang mit der eigenen Offenbarung zu schreiben. Richtig! - Ich, der ich solchen Plattformen fern bleibe, will vorschreiben was geht und was nicht geht.

Zuerst einmal: Das anzulegende Profil auf Datingplattformen ist eine Bewerbung. Und als solche sollte es auch behandelt werden. Orthographie und Grammatik sollten zumindest rudimentär beherrscht werden. Wer sich richtig anstrengen will, der kann auch an eine korrekte Interpunktion und an eine ordentliche Groß- und Kleinschreibung denken.

Zweitens: Die Eigendeskreption sollte nicht zu ausführlich ausfallen; aber auch nicht oberflächlich sein. Auf Phrasen wie "Wer mehr wissen will muss fragen" sollte ebenso verzichtet werden, wie auf jenes Fundstück: "was soll ich schon über mich erzählen?? meine familie is zerfallen, meine mutter ist drogen-&alk.süchtig, sie war bestimmt schon 5x in therapie. meinen vater kenn ich nicht (ich weiß nur das er eine Frau hat & 5 Kinder). Ich hab 8 geschwister (sind alle schon älter und wohnen wo anders) & 6 halbgeschwister. Von meinen richtigen geschwistern kenn ich 3." - so etwas gehört nicht in die Bewerbung um einen Partner. Der Pfau zeigt seine Farbenpracht, nicht sein Rektum.

Drittens: Kontrolliert was ihr geschrieben habt. Sonst passiert euch sowas wie "jedoch mag ich auch gerne auf der Couch lümmel" - ich bezweifle  nicht, dass jene Frau das männliche Geschlecht auf der Couch mögen könnte, denke jedoch, dass sie hier etwas anderes ausdrücken wollte. Auch Sätze wie "das ich kein internet besitze" (das besitzt nur Google) und "Ich bin sarkastisch und direkt" sollten undbedingt überdacht werden.

Viertens: Der Nutzername erfordert reichliche Überlegung. Den Leuten, die sich Nutzernamen wie "Schnuffimaus", "Badboy" oder "Sexybiene" geben - zusätzlich versehen mit einer dreistelligen Nummer, da die ersten 248 Versionen des Names schon vergeben waren - denen kann ich an dieser Stelle nicht helfen.  Ich kann aber dir, liebem Leser, den Hinweis geben solche Personen zu meiden, wenn es dir im Laufe der Beziehung auch mal nach einem tiefergehendem Gespräch dürsten sollte.

Fünftens: Eins der wichtigsten Elemente ist das Profilbild. Schwarz-Weiß ist Tabu! Ebenso nur Teilbereiche des Gesichts zu fotographieren oder zuviel, bzw. zuwenig Licht zu verwenden. Keine Effekte, keine Nachbearbeitung - sonst verläuft das erste reale Treffen viel zügiger als man denkt. Posen ist okay, aber bitte nicht übertrieben, keine Fotos von schräg oben, nichts wo ihr übertrieben guckt, keine Fotos von Bubis mit nacktem Oberkörper im Bad vor dem eigenem Spiegel, keine Fotos vor Spiegeln mit eingeschaltetem Blitzlicht - generell einfach keine Spiegelfotos! Und keine Fotos mit anderen Personen darauf.

Wenn ihr minderjährig seid überlegt euch zweimal euch anzumelden. Wenn ihr wesentlich älter als 18 seid schreibt keine Mindejährigen an. Seid ihr noch jung und habt Kontakt mit einer wesentlich älteren Person überdenkt diesen Schritt. Hier stehen zwei destruktive Triebe einander gegenüber: Das Verlangen nach Selbstbestätigung. Wenn eine Person die euer Vater oder eure Mutter sein kann, euch sagt, dass viel reifer seid als potentielle Partner in ihrem eigenen Alter solltet ihr euch nicht geschmeichelt fühlen, sondern Bedenken haben - über den Bekanntenkreis den euer Kontakt mit Gleichaltrigen sein eigenen nennt. Solltet ihr der potentielle Vater oder die potentielle Mutter sein, so bedenkt, dass man in der Zeit der Jugend immer nach Reife strebt - nutzt dieses Verlangen nicht aus, weil ihr euch nach Jugend sehnt.

Und der letzte Tipp an dieser Stelle: Der Pfau zeigt zwar seine Pracht, aber das kann er nur in den Momentnen in denen er sein Rektum nicht zu verstecken versucht...

Ich war noch nie ein großer Freund von Onlinedatinge-Börsen. Einmal im Jahr tue ich mir allerdings den Selbstversuch an und durchforste die Singlebörsen dieser virtuellen Welt um zu sehen ob ich meine eigene Position dazu nocheinmal überdenken sollte. Aber was ich immer wieder zu lesen bekomme raubt mir den schlaf.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden einen kurzen Guide zum Umgang mit der eigenen Offenbarung zu schreiben. Richtig! - Ich, der ich solchen Plattformen fern bleibe will vorschreiben was geht und was nicht geht.
Zuerst einmal: Das anzulegende Profil auf Datingplattformen ist eine Bewerbung. Und als solche sollte es auch behandelt werden. Orthographie und Grammatik sollten zumindest rudimentär beherrscht werden. Wer sich richtig anstrengen will, der kann auch an eine korrekte Interpunktion und an eine ordentliche Groß- und Kleinschreibung denken.
Zweitens: Die Eigendeskreption sollte nicht zu ausführlich ausfallen; aber auch nicht oberflächlich sein. Auf Phrasen wie "Wer mehr wissen will muss fragen" sollte ebenso verzichtet werden, wie auf jenes Fundstück: "was soll ich schon über mich erzählen?? meine familie is zerfallen, meine mutter ist drogen-&alk.süchtig, sie war bestimmt schon 5x in therapie. meinen vater kenn ich nicht (ich weiß nur das er eine Frau hat & 5 Kinder). Ich hab 8 geschwister (sind alle schon älter und wohnen wo anders) & 6 halbgeschwister. Von meinen richtigen geschwistern kenn ich 3." - so etwas gehört nicht in die Bewerbung um einen Partner. Der Pfau zeigt seine Farbenpracht, nicht sein Rektum.
Drittens: Kontrolliert was ihr geschrieben habt. Sonst passiert euch sowas wie "jedoch mag ich auch gerne auf der Couch lümmel" - ich bezweifle  nicht, dass jene Frau das männliche Geschlecht auf der Couch mögen könnte, denke jedoch, dass sie hier etwas anderes ausdrücken wollte. Auch Sätze wie "das ich kein internet besitze" (das besitzt nur Google) und "Ich bin sarkastisch und direkt" sollten undbedingt überdacht werden.
Viertens: Der Nutzername erfordert reichliche Überlegung. Den Leuten, die sich Nutzernamen wie "Schnuffimaus", "Badboy" oder "Sexybiene" geben - zusätzlich versehen mit einer dreistelligen Nummer, da die ersten 248 Versionen des Names schon vergeben waren - denen kann ich an dieser Stelle nicht helfen.  Ich kann aber dir, liebem Leser, den Hinweis geben solche Personen zu meiden, wenn es dir im Laufe der Beziehung auch mal nach einem tiefergehendem Gespräch dürsten sollte.
Fünftens: Eins der wichtigsten Elemente ist das Profilbild. Schwarz-Weiß ist Tabu! Ebenso nur Teilbereiche des Gesichts zu fotographieren oder zuviel, bzw. zuwenig Licht zu verwenden. Keine Effekte, keine Nachbearbeitung - sonst verläuft das erste reale Treffen viel zügiger als man denkt. Posen ist okay, aber bitte nicht übertrieben, keine Fotos von schräg oben, nichts wo ihr übertrieben guckt, keine Fotos von Bubis mit nacktem Oberkörper im Bad vor dem eigenem Spiegel, keine Fotos vor Spiegeln mit eingeschaltetem Blitzlicht - generell einfach keine Spiegelfotos! Und keine Fotos mit anderen Personen darauf.
Wenn ihr minderjährig seid überlegt euch zweimal euch anzumelden. Wenn ihr wesentlich älter als 18 seid schreibt keine Mindejährigen an. Seit ihr noch jung und habt Kontakt mit einer wesentlich älteren Person überdenkt diesen Schritt. Hier stehen zwei destruktive Triebe einander gegenüber: Das Verlangen nach Selbstbestätigung. Wenn eine Person die euer Vater oder eure Mutter sein kann, euch sagt, dass viel reifer seid als potentielle Partner in ihrem eigenen Alter solltet ihr euch nicht geschmeichelt fühlen, sondern Bedenken haben - über den Bekanntenkreis den euer Kontakt mit Gleichaltrigen sein eigenen nennt. Solltet ihr der potentielle Vater oder die potentielle Mutter sein, so bedenkt, dass man in der Zeit der Jugend immer nach Reife strebt - nutzt dieses Verlangen nicht aus, weil ihr euch nach Jugend sehnt.

Und der letzte Tipp an dieser Stelle: Der Pfau zeigt zwar seine Pracht, aber das kann er nur in den Momentnen in denen er sein Rektum nicht verstecken kann..

Ich war noch nie ein großer Freund von Onlinedatinge-Börsen. Einmal im Jahr tue ich mir allerdings den Selbstversuch an und durchforste die Singlebörsen dieser virtuellen Welt um zu sehen ob ich meine eigene Position dazu nocheinmal überdenken sollte. Aber was ich immer wieder zu lesen bekomme raubt mir den schlaf.

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden einen kurzen Guide zum Umgang mit der eigenen Offenbarung zu schreiben. Richtig! - Ich, der ich solchen Plattformen fern bleibe will vorschreiben was geht und was nicht geht.

Zuerst einmal: Das anzulegende Profil auf Datingplattformen ist eine Bewerbung. Und als solche sollte es auch behandelt werden. Orthographie und Grammatik sollten zumindest rudimentär beherrscht werden. Wer sich richtig anstrengen will, der kann auch an eine korrekte Interpunktion und an eine ordentliche Groß- und Kleinschreibung denken.

Zweitens: Die Eigendeskreption sollte nicht zu ausführlich ausfallen; aber auch nicht oberflächlich sein. Auf Phrasen wie "Wer mehr wissen will muss fragen" sollte ebenso verzichtet werden, wie auf jenes Fundstück: "was soll ich schon über mich erzählen?? meine familie is zerfallen, meine mutter ist drogen-&alk.süchtig, sie war bestimmt schon 5x in therapie. meinen vater kenn ich nicht (ich weiß nur das er eine Frau hat & 5 Kinder). Ich hab 8 geschwister (sind alle schon älter und wohnen wo anders) & 6 halbgeschwister. Von meinen richtigen geschwistern kenn ich 3." - so etwas gehört nicht in die Bewerbung um einen Partner. Der Pfau zeigt seine Farbenpracht, nicht sein Rektum.

Drittens: Kontrolliert was ihr geschrieben habt. Sonst passiert euch sowas wie "jedoch mag ich auch gerne auf der Couch lümmel" - ich bezweifle  nicht, dass jene Frau das männliche Geschlecht auf der Couch mögen könnte, denke jedoch, dass sie hier etwas anderes ausdrücken wollte. Auch Sätze wie "das ich kein internet besitze" (das besitzt nur Google) und "Ich bin sarkastisch und direkt" sollten undbedingt überdacht werden.

Viertens: Der Nutzername erfordert reichliche Überlegung. Den Leuten, die sich Nutzernamen wie "Schnuffimaus", "Badboy" oder "Sexybiene" geben - zusätzlich versehen mit einer dreistelligen Nummer, da die ersten 248 Versionen des Names schon vergeben waren - denen kann ich an dieser Stelle nicht helfen.  Ich kann aber dir, liebem Leser, den Hinweis geben solche Personen zu meiden, wenn es dir im Laufe der Beziehung auch mal nach einem tiefergehendem Gespräch dürsten sollte.

Fünftens: Eins der wichtigsten Elemente ist das Profilbild. Schwarz-Weiß ist Tabu! Ebenso nur Teilbereiche des Gesichts zu fotographieren oder zuviel, bzw. zuwenig Licht zu verwenden. Keine Effekte, keine Nachbearbeitung - sonst verläuft das erste reale Treffen viel zügiger als man denkt. Posen ist okay, aber bitte nicht übertrieben, keine Fotos von schräg oben, nichts wo ihr übertrieben guckt, keine Fotos von Bubis mit nacktem Oberkörper im Bad vor dem eigenem Spiegel, keine Fotos vor Spiegeln mit eingeschaltetem Blitzlicht - generell einfach keine Spiegelfotos! Und keine Fotos mit anderen Personen darauf.

Wenn ihr minderjährig seid überlegt euch zweimal euch anzumelden. Wenn ihr wesentlich älter als 18 seid schreibt keine Mindejährigen an. Seit ihr noch jung und habt Kontakt mit einer wesentlich älteren Person überdenkt diesen Schritt. Hier stehen zwei destruktive Triebe einander gegenüber: Das Verlangen nach Selbstbestätigung. Wenn eine Person die euer Vater oder eure Mutter sein kann, euch sagt, dass viel reifer seid als potentielle Partner in ihrem eigenen Alter solltet ihr euch nicht geschmeichelt fühlen, sondern Bedenken haben - über den Bekanntenkreis den euer Kontakt mit Gleichaltrigen sein eigenen nennt. Solltet ihr der potentielle Vater oder die potentielle Mutter sein, so bedenkt, dass man in der Zeit der Jugend immer nach Reife strebt - nutzt dieses Verlangen nicht aus, weil ihr euch nach Jugend sehnt.

Und der letzte Tipp an dieser Stelle: Der Pfau zeigt zwar seine Pracht, aber das kann er nur in den Momentnen in denen er sein Rektum nicht verstecken kann...

veröffentlicht unter: Allgemein keine Kommentare
11Dez/090

NEU: Erinnerungen

In unserer neuen Rubrik teile ich meine "schönsten" Erinnerungen mit euch...

"Physikunterricht"

"Bungalow in Klausdorf"

"Spaß im Keller"

veröffentlicht unter: Erinnerungen keine Kommentare
7Dez/090

Podcast – Episode 8

von und mit Sebastian Klemm-Lorenz

veröffentlicht unter: Podcast, Politik keine Kommentare
23Nov/090

Sophie wenn Gott ruht ::: Soziale Netzwerke I

von Sebastian Klemm-Lorenz

Eigentlich müsste ich gerade an meinem Drehbuch arbeiten. Immerhin sind nächstes Wochenende die Dreharbeiten zu meinem Kurzfilm-Debüt "Spiegelworte" - allerdings, wie es mit der lieben Arbeit so ist, verschiebe ich das auf morgen; weil ich Wichtigeres zu tun habe. Zum Beispiel Artikel im Tagesspiegel über soziale Netzwerke im Bezug auf Eifersucht, insbesondere Facebook, zu lesen.

Nun suggeriert der Artikel, dass sich der normalsterbliche Mensch, mit einer Anmeldung zu einem sozialen Netzwerk, automatisch der Eifersucht seiner Liebsten aussetzen wird. Und aus diesem Grund ist die Generation 2.0 dazu verdammt ein Leben in Einsamkeit zu führen; denn wie sollten wir einer persönlichen Eigenschaft Herr werden, die wir schon im normalen Leben kaum unter Kontrolle halten können?! Richtig? Besonders wenn wir unser Leben auch noch publizieren - oder besser noch: Durch andere publizieren lassen. Die Frage die sich der Artikel subkonsequent und unbeantwortet stellt ist: Können unsere Partnerschaften, unter der Bedingung der Existenz einer virtuellen Identität im Netz, in Ihrer konservativen Form existieren?

Erst einmal sei gesagt: Es ist richtig, dass soziale Netzwerke eine gewisse "Gefahr" für unsere konservative Gesellschaft implizieren. Denn sie bringen alle unsere gesellschaftlichen Malfunktionen, für jedermann nachvollziehbar, hervor. Dies muss aber nicht auf die Eifersucht beschränkt bleiben. Durch Fotos von Partys, Videos von gesellschaftlichen oder privaten Events - oder allein durch das Nutzungsverhalten auf den Pinnwänden der Nutzer - kann man ihre Probleme und manchmal auch ihre unbewussten Motivationen (manchmal sogar wörtlich) ablesen.

Vergleichen wir die Pinnwände verschiedener Social Network-Nutzer. Die Pinnwand des einen stellt ein selbstpublizierendes Gebilde dar. Diese Person versucht sich durch die Nutzung von Social Networks zu vermarkten.  Dies kann unterteilt werden in private oder in öffentliche Selbstdarstellung. Letztere bildet eine kontrollierte Verbreitung diversen Contents, der zwar die Persönlichkeit des Darstellenden durchlaufen hat - diese Person aber nicht vorführt. Solche Inhalte können wieder unterteilt werden in Fremdcontent - also reflektierte Inhalte (Weblinks auf Artikel, Videos, Musik, etc. pp.) - oder selbst erstellte Inhalte von eigenen Musikstücken, Filmen oder Fotographien. Aber auch Artikel in Blogs (wie eben dieser hier), Zeitungen, Radiobeiträge oder politische Arbeit können kreative Elemente in der virtuellen Welt darstellen. Von letzterem profitierte der US-Amerikanische Präsident Barack Obama in der Wahl 2008 in einer nicht unbedeutenden Form.

Die private Selbstdarstellung ist jene, die für die Generation 2.0 bei ungestümer Handhabung zu einem so genannten "social suicide" - also sozialem Selbstmord führen kann. In diesen Bereich ist auch die vermeintliche Sorge der kanadischen Experten und der Tagesspiegelautorin Anna Corves einzuordnen. Die schon zahlreich genannte Sorge, durch zuviel Selbstveröffentlichung der eigenen Persönlichkeit Türen zu verschließen, die offen geblieben wären - hätte man sich anderen Menschen nicht zu sehr geöffnet. Oder hätten eben diese sich nicht so sehr geöffnet. Soziale Netzwerke hinterfragen nämlich eines in einer penetranten Form: Unsere eigene Toleranzgrenze. Tolerieren wir, dass sich Jeanette auf Parties immer besäuft und dort mit allen küssend abbilden lässt, mit mir aber immer nur spazieren geht und darüber redet wie unglücklich sie sich fühlt? Tolerieren wir, dass Leo letztes Wochenende sagte er hätte Kopfschmerzen, nur um dann auf der Pinnwand seiner Freundin zu lesen, dass sie den Nachmittag zusammen verbracht haben? Oder tolerieren wir den offensichtlich kompetenten Menschen, der uns gegenüber sitzt. Der gute Noten vorweist - und eine lobende Beurteilung eingereicht hat; der aber auf dem ein oder anderem sozialen Netzwerk beim "Party machen" zu besichtigen ist? Der von Monogamie nichts zu halten schein?!

Die Frage, welche sich diese Menschen ernsthaft stellen (lassen) müssten ist, inwieweit es in ihrem Nutzen liegt diese Informationen zu erlangen. Und vielleicht sollten wir, wenn wir andere Personen beurteilen, unsere eigenen Verhaltensweisen dagegenstellen. Die sozialen Netzwerke erfinden menschliches Verhalten nicht neu. Wahrscheinlicher ist, dass - wenn die Mehrheit der Nutzer sozialer Netzwerke sich, wie bisher beschrieben, verhält - wir uns genau so verhalten. Nur sind wir nicht eifersüchtig auf uns selbst, wollen uns nur in sehr seltenen Fällen selbst beurteilen. Denn seien wir ehrlich: Würden wir uns unter den, bei anderen oberflächlich hinterfragten, Gesichtspunkten immer noch einstellen? Oder wollten wir, in einigen Situationen in unserem Leben, würden sie nur mit einer Fotographie belegt oder einem 5 Zeilen langem Text zusammengefassten Kommentar beschrieben, uns nicht auch die Freundschaft kündigen? In Zeiten des sozialen Netzwerks ist es wichtiger denn je geworden, dass wir lernen uns selbst zu reflektieren. Nicht einmal um zu lernen, was wir öffentlich zugänglich machen oder nicht - sondern um richtig mit dem umgehen zu können was uns öffentlich zugänglich gemacht wird. Sonst sind wir nichts weiter als die Boulevardpresse für unsere eigenen Freunde. Die oberflächlich beobachtet, Gerüchte verbreitet und voreilig urteilt.

Beziehen wir die oberflächliche Analyse des letzten Absatzes auf das Thema Eifersucht, so geht es darum zu erkennen, dass durch eine Breitbandleitung nicht mehr und nicht weniger betrogen werden kann. Und eben auch nicht mehr und nicht weniger die Treue des Partners kontrolliert werden kann. Wer diese Bestätigung benötigt, der soll froh sein in die Freundesliste seines Partners mehr Einsicht als jede Generation vor uns zu haben. Nirgendwo finden wir Tagesabläufe so protokolliert, wie auf Facebook oder Twitter. Sobald wir anfangen Beziehungsprobleme auf etwas anderes, als die beiden Menschen in der Beziehung, zu projizieren können wir einpacken. Und wenn es keine Probleme gibt sollte man sich doch nicht von Bits und Bytes zu welchen motivieren lassen.

Logischerweise liefern virtuelle Kontakte die Möglichkeit, anders als zuvor, miteinander zu kommunizieren. Und eventuell ist die Hemmschwelle für die Art und Weise der Kommunikation gesenkt. Aber zum ersten bedeutet dies, dass dieses neue Level der Hemmschwelle sich nur der in der Vorstellung des Nutzers gewünschten Grenze angleicht, also schon immer da war. Und zum zweiten bedeutet dies nicht, dass die reine Kommunikation zu einer physischen Bedrohung für die Beziehung werden muss. Wenn virtuell "*küsse*" oder "*Umarmungen*" verteilt werden, wenn jemand in einer Konversation "*blushed*" (Rot wird) oder "*giggled*" (kichert) sollte man darüber *LOLen* (laut lachen).

Beziehungen, damals wie heute, sollten immer noch aus einer Multiplikation von Kommunikation, Vertrauen, Loyalität und Sex gebildet werden. Diese einzelnen Elemente können je nach Art der Beziehung potenziert oder ausgeklammert werden. Wie wir eine Beziehung bilden wird aber in keiner Weise durch die Nutzung sozialer Netzwerke determiniert. Sondern durch uns selbst, lange vor der ersten Nutzung eines sozialen Netzwerks. Und diese Regel können wir normativ auf andere anwenden.

Steigern also soziale Netzwerke Eifersucht? Nein. Sie machen sie nur offensichtlicher. Befördern soziale Netzwerke die Trennung aus Eifersucht? Ja. Aber das muss nicht negativ sein. Ist jemand so eifersüchtig, wie in dem Artikel beschrieben würde diese Eifersucht in der Dauer der Beziehung auch real in die Beziehung eingreifen. Was früher das Durchsuchen des Mobiltelefons, des Aktenkoffers oder der Jacken-/Handtasche wurde nun auf die Pinnwand des Facebook-Accounts ausgeweitet. Solche Beziehungen haben gemeinhin keine glücklich Überlebenschance. Wenn man sich also das nächste mal fragt, wer eigentlich André ist, dann sollte man sich selbst die Antwort liefern: Es könnte jeder Typ sein, den sie an der Uni oder auf der Arbeit oder im Bus getroffen hat. Schön das sie einen neuen Freund gewonnen hat. Denn in der heutigen Zeit sind wahre Freunde Mangelware.

Und warum bedrohen soziale Netzwerke nun unsere konservative Lebensform? Sie scheinen nichts neues hervorzubringen, oder? Aber sie machen Offensichtlicher. Uns und unsere Art zu Leben und miteinander umzugehen. Im positiven Sinne; aber auch im Negativen. Wenn alles gut läuft lernen wir damit umzugehen und werden zu besseren (toleranteren) Menschen. Und wenn alles schlecht läuft? Tja, dann wird die Geburtenrate in Deutschland bald noch weiter sinken. *zwinker*

In diesem Sinne: Gute Nacht und viel Glück!

6Nov/090

PODCAST – Episode 7 vom 06.11.2009

von Sebastian Klemm-Lorenz

Die siebente Ausgabe des Podcasts von Podblogvlog Info. Themen: Mehr Basisdemokratie in der SPD, Platzecks SS-Vergleich, Westerwelle lernt schwimmen, Angie in Amerika.

veröffentlicht unter: Podcast, Politik keine Kommentare
25Okt/090

Die Traumkarpfen

Was kommt da nur auf uns zu? - Sébastien und Chris sind die Traumkarpfen der Gesellschaft. Auf der Suche nach Prostituierten und auf der Flucht vor Unterhaltsverpflichtung.

Eine Gesellschaftskritik - nur anders.

veröffentlicht unter: Die Traumkarpfen keine Kommentare
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